„Der Staat darf nicht zurückweichen, er muss auf Verwahrlosung und Kriminalität konsequent reagieren.“ Das sagte Wolfgang Bosbach, prominenter Sicherheits- und Rechtsexperte der CDU, anlässlich eines Besuches in Limburg. Bosbach war in die Domstadt gekommen, um mit Bürgermeisterkandidat Stefan Laux und Vertretern der hiesigen CDU (in coronakonformen Einzelgesprächen) über die örtliche Sicherheitslage sowie Maßnahmen zu ihrer Verbesserung zu diskutieren.

Die Pandemie machte ein direktes Zusammentreffen von mehreren Gesprächsteilnehmern unmöglich. Stefan Laux hatte Bosbach daher im Vorfeld seinen Plan für ein sicheres und sauberes Limburg zugeschickt und Bosbach um seine Einschätzung der Situation gebeten. Laux, CDU-Spitzenkandidat Dr. Christopher Dietz und der CDU-Vorsitzende Christian Wendel tauschten sich mit dem ebenso bekannten wie beliebten CDU-Spitzenpolitiker online aus und bekamen von ihm viel Unterstützung für ihre Politik.

Dazu Dr. Christopher Dietz: „Ebenso wie Herr Bosbach sind wir überzeugt, dass mehr Sicherheitskräfte auf die Straße müssen. Polizei und Ordnungsamt  machen gemeinsam einen exzellenten Job. Außerdem ist es sehr positiv, dass die Landesregierung die hessische Polizei in den nächsten Jahren auf den höchsten Personalbestand aller Zeiten ausbauen wird, davon wird dann auch Limburg spürbar profitieren.“ Man sei sich jedoch mit Stefan Laux einig, dass auch die Schaffung einer eigenen „Stadtpolizei Limburg“ geprüft werden müsse, wenn andere Maßnahmen keinen ausreichenden Erfolg brächten. Ziel sei es, insbesondere den Bahnhofsbereich stärker zu „bestreifen“ und dort eine „Innenstadtwache“ mit 365-Tage-Präsenz einzurichten. Entsprechende räumliche Kapazitäten müssten geschaffen werden.

Bosbach, Laux und die CDU stimmten allerdings auch in einem weiteren Punkt überein: Dass Kriminalitätsbekämpfung nämlich nicht allein Sache der Polizei sei. Mehr noch: Am besten sei es, Kriminalität gar nicht erst entstehen zu lassen. Dazu bedürfe es gezielter Präventionsmaßnahmen, an denen möglichst viele  gesellschaftliche Institutionen – insbesondere Bildungseinrichtungen und Vereine – zu beteiligen seien. Gerade die Jugendarbeit der Sportvereine und die sonstigen Angebote für Kinder und Jugendliche wirken sich nach Ansicht von Stefan Laux enorm positiv auf die Entwicklung von Heranwachsenden aus. Dort lernten sie Mitverantwortung und gegenseitige Wertschätzung kennen. An dieser Stelle dürfe die Stadt nicht sparen, sondern müsse in Zukunft noch erheblich mehr investieren.

Unverzichtbarer Teil der Präventionsarbeit sei zudem, keine sogenannten Angsträume entstehen zu lassen, weder in der Innenstadt noch in den Stadtteilen. Denn „Schmuddelecken“, schlecht einsehbare Gehwege sowie schummrige Parkhäuser, könnten im schlechtesten Fall eine Abwärtsspirale bewirken: Wo sich Bürgerinnen und Bürger nicht mehr hintrauten,  gediehen Vandalismus, illegale Graffiti und Verschmutzung – mit der Konsequenz, dass das subjektive Sicherheitsgefühl weiter leide und diese Bereiche der Stadt von Teilen der Bevölkerung – insbesondere Frauen und älteren Menschen – noch stärker gemieden würden. Das darf die Stadt jedoch keinesfalls zulassen, so Bosbach, Laux und die CDU Limburg.

Hier könnten eine deutlich bessere Beleuchtung ebenso helfen wie die schnelle und konsequente Beseitigung von Schmutz und Schmierereien. „Mehr Sicherheit und Sauberkeit herzustellen, ist eine der wichtigsten Aufgaben, an der Stadt, Land und Bürger gemeinsam arbeiten müssen. Die CDU und Stefan Laux werden ihren Beitrag dazu leisten“, fasste der CDU-Vorsitzende Christian Wendel die Beratungen mit Wolfgang Bosbach zusammen.