Einzelhändler und Gastronomen brauchen JETZT Perspektiven! Wie erhalten und unterstützen wir den Einzelhandel und die Gastronomie in Zeiten der Pandemie? Wie stärken wir unsere Innenstadt und beleben sie neu? Und was muss JETZT getan werden, um greifbare Perspektiven zu geben?

Die Corona-Pandemie wird auch in unserer Stadt erhebliche Spuren hinterlassen. Einzelhandel, Gastronomie und Hotels sind massiv betroffen. Gleiches gilt für Feste und Großveranstaltungen, deren Ausfall die Veranstaltungsbranche, Schausteller, Kunst- und Kulturschaffende vor existenzbedrohende Probleme stellt. Die genannten Branchen fühlen sich in großen Teilen im Stich gelassen und erwarten nun auch von Seiten der Stadtpolitik und des Bürgermeisters konkrete Hilfe. Bisher wurde da aber seitens der Stadt zu wenig getan, obwohl die Stadtverordnetenversammlung schon vor einiger Zeit entsprechende Aktivitäten des Magistrats eingefordert hat.

Deshalb mein Vorschlag: Unter Einbindung verschiedener Akteure wie dem CityRing, dem Altstadtkreis e.V., Gastronomen und Hoteliers, Immobilienbesitzern sowie Veranstaltungsagenturen sollte ein wirklich praxistaugliches Aktionsprogramm entwickelt werden, welches so schnell wie möglich starten kann. Denn: Die betroffenen Branchen brauchen JETZT eine echte Perspektive, nicht erst „nach“ der Pandemie! Konkrete Bestandteile des Aktionsprogramms könnten sein:

  • Eine stadteigene und professionell betreute Online-Plattform für alle Limburger Einzelhändler, Dienstleister und Gastronomen, die keinen eigenen Online-Shop betreiben können/wollen.
  • Ein zweijähriger Verzicht auf Gebühren und vermeidbare Vorschriften für Außenbewirtschaftung, um die Gastronomen zu entlasten.
  • Das unbürokratisch eingeräumte Nutzungsrecht von innerstädtischen Plätzen durch Gastronomen, Marktbeschicker, Schausteller, Künstler und Kulturschaffende.
  • Kostenloser Stadtlinienverkehr an Aktionstagen/-wochen (z.B. Oster- und Adventszeit) als zusätzlicher Anreiz für die Kunden, in die Innenstadt zu kommen.
  • Mehr Vielfalt bei der Zwischennutzung von Leerständen, z.B. durch das Konzept der „Pop-up-Stores“ (= kurzfristige und provisorische Einzelhandelsgeschäfte, die vorübergehend in leerstehenden Geschäftsräumen betrieben werden).
  • Endlich konkrete Umsetzung des im Dezember 2020 beschlossenen „Limburg Plus“-Gutschein-Programms!
  • Verbesserte Aufenthaltsqualität in der Innenstadt (durch z.B. mehr Sitzgelegenheiten, erweiterte Spielmöglichkeiten, attraktivere Gestaltung des Neumarktes inkl. Platanen, kulturelle Angebote, saubere öffentliche Toiletten)